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Das Fürstenhaus

1558, vor über 450 Jahren, ließ sich der Kaufmann Dr. Georg Roth nach Entwurf des Steinmetzen Paul Wiedemann das prächtigste Bürgerhaus der Leipziger Renaissance errichten. Das zweigeschossige Wohngebäude wurde von Giebeln bekrönt und seitlich von zwei Runderkern gerahmt. Sie stellten die bemerkenswerteste Bauplastik jener Epoche in der Messestadt dar.

 

Weil hier im Jahre 1612 vier Altenburgische Prinzen wohnten, die an der Leipziger Universität studierten, wurde esfortan Fürstenhaus genannt. Überliefert ist auch, dass Zar Peter der Große 1713 im Gebäude Quartier nahm. Zu diesem Zeitpunkt befand es sich bereits in Eigentum der Universität. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Bei Abbruch der Ruine wurden die beiden relativ gut erhaltenen Erker geborgen und in der Moritzbastei eingelagert.

 

Dr. Hocquel, Referat Denkmalschutz
Regierungspräsidium Leipzig

Oktober 2010 von Michael Raeck

Broschüre als Download

Oktober 2010 von Michael Raeck

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