Paul Wiedemanns Meisterwerk
Der prächtige Fürstenhauserker wurde im Jahre 1986 an der Ecke des San Remo Hauses an der Grimmaischen Straße 17, Ecke Nikolaistraße 1 angebracht. Der Dresdner Bildhauer Christian Hempel und Leipziger Steinmetze des kommunalen Denkmalpflegebetriebes hatten auf der Grundlage von erhaltenen Resten der beiden historischen Renaissanceerker und von originalen Fotos Paul Wiedemanns Meisterwerk wieder auferstehen lassen.
In den Brüstungsfeldern des Erkers sind im 1. Obergeschoss Wappendarstellungen und im 2. Obergeschoss Kartuschen mit Bildnissen der Besitzerfamilie dargestellt. Über den sechs Fenstern, in typischen Renaissance-Rollwerk gerahmt, ist die lateinische Inschrift „Turris fortissima nomen domini beati omnes qui confiunt in eo“ zu lesen, was soviel bedeutet wie: „Der festeste Turm ist der Name des Herrn, glücklich alle, die sich zu ihm bekennen.“
Am Fürstenhauserker finden sich noch immer weitere zeittypische bildhauerische Details. So etwa Flechtbänder und hängende Girlanden, Diamantquader und Eierstabfries. Unten am Krugstein befinden sich die Initialien „PW“ des Steinmetzzeichens Wiedemanns.
Dr. Hocquel, Referat Denkmalschutz
Regierungspräsidium Leipzig







